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Informationen zum Thema Ernährung

„Der Mensch ist, was er isst !“

Sich vollwertig zu ernähren bedeutet, sich gesund ernähren, sich wohl fühlen, leistungsfähig sein. Eine vollwertige Ernährung versorgt den Körper mit allem, was er braucht: Energie, Eiweiß, Fettsäuren, Kohlenhydraten, lebenswichtigen Vitaminen, Spurenelementen, Mineral- und Ballaststoffen. Ernährungsfehler: unausgewogen, d.h. zuviel, zu fett, ballaststoffarm Folgen : Verstopfung, Bluthochdruck, Gicht, Fettstoffwechselstörungen, Übergewicht, vorzeitige Degeneration des Bewegungsapparats und Schwächung des Immunsystems

Vorbeugen durch

  • angepasste Ernährung an die individuelle körperliche Belastung
  • regelmäßige Bewegung und Sport
  • Gewichtskontrolle
  • Mischkost
  • Änderung des Essverhaltens und der Essgewohnheiten
  • Führen eines Ernährungstagebuchs
  • wenig und öfter ist oft mehr

Streß sowie toxische Fremdstoffe aus der Umwelt und die damit vermehrte Belastung durch „freie Radikale“ (reaktive, meist zerstörerisch wirkende Atome, Ionen, Moleküle mit ungepaarten Elektronen) in Kombination mit einem Mangel an essentiellen d.h. lebensnotwendigen (in den heutigen Lebensmitteln meist nicht ausreichend enthalten) Nährstoffen beeinflussen den einzelnen Organismus gleichermaßen negativ. Eine medizinisch sinnvolle Lösung dieser Problematik bietet die Nahrungsergänzung auf orthomolekularer Basis. „Orthomolekulare Medizin ist die Erhaltung guter Gesundheit und die Behandlung von Krankheiten durch Veränderung der Konzentration von Substanzen im menschlichen Körper,die normalerweise im Körper vorhanden und für die Gesundheit erforderlich sind.“ (LINUS PAULING, Science 160, 1968) Das Konzept der orthomolekularen Medizin beruht auf der Erkenntnis, dass der menschliche Organismus für eine optimale Funktion aller Organe ca. 45 Vitalstoffe benötigt. Das sind z.B. Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Antioxidantien. Sind alle in der richtigen Menge und Konzentration im Körper vorhanden, gewährleisten sie optimale Gesundheit und weitgehenden Schutz vor Krankheit. Das Wort orthomolekular setzt sich aus ortho (griech.) = richtig, gut und molekular, Molekül (lat.) = Baustein von Substanzen zusammen.

Ernährungsregeln

  • weniger Zuckeraufnahme
  • wenig Fleisch und Eier essen
  • mehr Obst, Gemüse und Fisch essen
  • reichlich Wasser trinken, z.B. Mineralwasser, jedoch süße Getränke (Limonaden, Cola) vermeiden
  • nichts essen, was man schlecht verträgt (z.B. bei Allergie auf Milchprodukte)
  • Alkoholkonsum in Maßen
  • nicht rauchen
  • Nahrungsergänzung durch Vitamine und Antioxidantien, Mineralstoffe, Spurenelemente sowie essentielle Fettsäuren (s. Tab. 1-3)

Tabelle 1a Lebenswichtige Vitamine für Gesundheit und Wohlbefinden

 

Vitamin Vitamin C Vitamin B1 Vitamin B2 Vitamin B3 Vitamin B6 Vitamin B12
Hauptvorkommen Zitrusfrüchte, Obst, Gemüse Fleisch, Geflügel, Fisch, Hülsenfrüchte, Kartoffeln, Vollkornprodukte Milch, Eier, Käse, Fisch, Leber, Vollkornprodukte Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Nüsse, Kartoffeln, Fleisch Fleisch, Geflügel, Früchte, Nüsse, Gemüse Leber, Eier, Fleisch, Milch, Fisch
chemische Bezeichnung Ascorbinsäure Thiamin Riboflavin Nicotinsäureamid Pyridoxin Cyanocobalamin
Minimalbedarf 30 – 75 mg 0,6 – 1,8 mg 0,8 – 2,5 mg 12 – 20 mg 0,6 – 2,6 mg 2,5 – 9 µg
sichere Wirkung verhindert Skorbut und Zahnausfall, vermindert Blutungen wirkt gegen Polyneuritis, verhindert Beriberi Hautveränderungen verhindert Pellagra neurologische Störungen, Hautveränderungen perniziöse Anämie
positive Wirkungen (Vorbeugung) starkes Antioxidans, erhöhte Infektresistenz, verbesserte Immunabwehr, Risikominderung von Herzerkrankungen oder Krebs bei latentem Mangel u.a. Müdigkeit, Appetitlosigkeit latenter Mangel vor allem bei älteren Menschen Krebs, Herzerkrankungen Herzerkrankungen, Krebs Herzerkrankungen, Nervenschäden

 

Tabelle 1b Lebenswichtige Vitamine für Gesundheit und Wohlbefinden

 

Vitamin Vitamin A Vitamin E Vitamin D Vitamin K Folsäure Pantothensäure Biotin
chemische Bezeichnung Retinol, ß-Carotin Tocopherol Cholecalciferol Phyllochinon Folsäure Pantothensäure Biotin
Hauptvorkommen Vitamin A: Leber, Eier, Milch, Butter ; ß-Carotin: gelbes und oranges Gemüse, Spinat Eier, Innereien, Nüsse, pflanzliche Öle, Getreide Fisch, Leber, Hefe, Eigelb Innereien, Milch, Gemüse, Sojabohnenöl Gemüse, Salat, Vollkornprodukte, Fleisch, Milch Erbsen, Weizenkeime, Milch, Leber Innereien, Eigelb, Hülsenfrüchte, Getreide
Tagesbedarf 750 – 5000 i.E. 10 – 20 mg 500 – 1000 i.E. 30 – 100 µg 200 – 800 µg 5 – 18 mg ca. 100 µg (teilweise körpereigene Synthese)
sichere Wirkung bei verhindert Nachtblindheit, Wachstumsstörungen, Hautveränderungen Störungen des Muskelstoffwechsels, Krämpfe, Anämie Rachitis verhindert Blutungen Schleimhautveränderungen, neurologische Störungen Müdigkeit, Durchfall Mangel bei Menschen selten
positive Wirkung bei Antioxidans, verringert das Risiko von Herzerkrankungen, Krebs , Schlaganfall Antioxidans, Herzerkrankungen, Krebs, Rheuma Osteoporose, Herzerkrankungen mögliche Rolle in der Krebsprävention Vorsorge bei Schwangeren Infektionsabwehr Hautveränderungen

 

Tabelle 2 Die wichtigsten Mineralstoffe und Spurenelemente auf einen Blick

 

Mineral / Tagesbedarf wichtig für Natürliche Quellen
Magnesium 300 – 400 mg Nerven, Muskeln, Herz, Abwehrkraft, Blut (gute Fliesseigenschaft) Gemüse, Salat, Obst, Getreide
Selen 0,05 – 0,2 mg Zellschutz, Entgiftung Fisch, Fleisch
Eisen 2 – 25 mg Blut (Sauerstoff- und Kohlendioxidtransport) Fleisch, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, Gemüse
Kupfer 2 – 4 mg rote Blutkörperchen, Abwehrkraft wie Eisen
Mangan 2 – 5 mg Knorpelbildung, Entgiftung, Abwehrkraft Vollkornprodukte, Nüsse, Hülsenfrüchte
Chrom 50 – 200 mcg Blut, Gefässe (Fett-, Zuckerverwertung) Fleisch, Nüsse, Vollkornprodukte
Molybdän 150, 5 – 10 mcg Stoffwechsel, Kariesschutz Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte
Jod 200 mcg Energiegewinnung aus der Nahrung, Wachstum Seefisch, Schalentiere
Calcium 0,8 – 1,2 g Knochenbildung, Zähne Vollkornprodukte, Milch, Nüsse

 

Tabelle 3 Antioxidantien

 

Antioxidans anti-oxidative Wirkung
Vitamin A Verringerung des Krebsrisikos, erhöht die Abwehrkraft gegen Infektionen
Beta-Carotin Umwandlung im Körper in Vitamin A, Wirkung s.o.
Vitamin C Stärkung des Abwehrsystems gegen Infektionserreger und Krebs
Vitamin E Verbesserung der Sauerstoffversorgung in den Zellen, immunstabilisierende Wirkung bei Herz-, Gefäss- und Muskelerkrankungen
Selen Immunstabilisierung, Schutz der Zellfunktionen