Häufige Ursachen für Fersenschmerzen sind Achillodynie, Fersensporn und Haglundferse.

Achillodynie
Bei der Achillessehne (Tendo calcaneus bzw. Tendo Achillis) handelt es sich um die dickste und stärkste Sehne des menschlichen Körpers. Sie setzt am Tuber calcanei (= Fersenbein) an und vereinigt als Endsehne des Musculus triceps surae (Wadenmuskel) die Endsehnen der drei Wadenmuskeln.
Im Falle einer Achillessehnenruptur, die meist bei degenerativer Vorschädigung entsteht, handelt es sich um eine vollständige Durchtrennung der Sehne, meist in Folge direkter bzw. indirekter Gewalteinwirkung.

Therapie
Konservativ: Orthese mit Fersendämpfung, ggf. Entlastung an 2 UA-Gehstützen bei degenerativen Einrissen ohne vollständige Durchtrennung. Operativ: Achillessehnennaht oder –plastik

 

Fersensporne und Haglundferse
Der untere Fersensporn (häufig) ist eine schmerzhafte knöcherne Ausziehung am inneren Fersenbeinkörper unter der Hacke. Bei der Haglundferse handelt sich um eine Formvariante des Fersenbeinkörpers, der in seinem seitlichen und rückseitigen Anteil prominent d.h. hervorstehend ausgebildet ist und dadurch zu Druckschmerzen im Schuh führen kann. Häufig wird auch Synonym der Begriff Haglundexostose verwendet. Als oberen oder dorsalen Fersensporn (selten) bezeichnet man eine schmerzhafte knöcherne Ausziehung am Fersenbeinansatz der Achillessehne. Konservative Therapie: u.a. mit orthopädischen Schuhzurichtungen wie Einlagen und Orthesen, lokaler Injektion von einem Lokalanästhetikum z.B. Procain 1 % sowie Elektrotherapie und ggf. Stoßwelle. Bei Therapieresistenz kann eine operative Entfernung des Sporns bzw. der Exostose angezeigt sein.